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Karriere mit Lehre – der Grundstein ist gelegt. Drucken

 

Auszeichnung der 30 Besten im Kfz-Handwerk des Prüfungsjahres 2021/2022 der Kfz-Innung Niederbayern.


Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause konnten heuer die erfolgreichsten Azubis des Prüfungsjahres Sommer 2021 und Winter 2021/2022 wieder in einem feierlichen Festakt geehrt werden. So fanden sich die 30 Junggesellinnen und Junggesellen, ihre Ausbilder und Angehörigen sowie Ehrengäste des Prüfungsausschusses, der Berufsschulen, der Handwerkskammer und der Kfz-Innung Niederbayern am Abend des 6. April 2022 in der Stadthalle Pfarrkirchen ein.


Herr Josef Huber, Geschäftsführer der Kfz-Innung Niederbayern führte durch den Abend, bei dem sich die 130 Gäste jedoch im ersten Schritt mit einem gemeinsamen Abendessen stärken und über ein persönliches Wiedersehen freuen durften.
Es gab einen guten Grund zu feiern: von 343 Prüflingen in fünf Fachrichtungen haben 287 die Lehre im Prüfungszeitraum erfolgreich abgeschlossen, die geladenen 30 frischgebackenen Kfz-Mechatroniker sogar eine hervorragende Leistung abgeliefert. Dreieinhalb Jahre mit vielen Unwägbarkeiten, sowohl für die Lehrlinge als auch für deren Ausbilder und insbesondere die Berufsschulen, denn gut die Hälfte der dualen Ausbildung war ja geprägt von covid. Eine unvorstellbare logistische Herausforderung musste zusätzlich bewältigt werden, um alle notwendigen Schulungen durchführen zu können. Und nur wer bis zum Schluss bereit war, Eigeninitiative zu zeigen, konnte sich am Ende auch über einen guten theoretischen Abschluss freuen.


Michael Krammer, Obermeister der Kfz-Innung Niederbayern gratulierte in der Eröffnungsrede herzlich und dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz: „Es freut mich immer wieder zu sehen, wie viele Menschen bereit sind, sich für Sie – die zukünftigen Stützen unserer Branche – zu engagieren.“ Mit dem Gesellenbrief erhielten die Gesellinnen und Gesellen nicht nur den Fahrschein für den Eintritt in die Berufswelt, sondern auch für die zukünftige Weiterbildung. Sich ständig auf technischen Neuerungen einzustellen, um die Mobilität der Zukunft zu sichern sei aus seiner Sicht unerlässlich. Der Grundstein hierzu sei gelegt: „Sie können Mobilität!“. Nun läge es an jedem Einzelnen, „aus seinem Leben ein Meisterwerk zu machen“.


Kammerpräsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz Dr. Georg Haber unterstrich in seiner Festrede die großartigen Perspektiven für die Gesellinnen und Gesellen. Mit einem Netto-Umsatz von rund 32 Mrd. Euro im Jahr seien die 40.470 Betriebe in Ostbayern „die Wirtschaftsmacht von nebenan“ und Herzstück des Mittelstandes. Gerade die jüngsten Krisenzeiten hätten verdeutlicht, wie systemrelevant die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen vor Ort sei. Ein inhabergeführter Handwerksbetrieb denke nie in Quartalen, sondern immer in Generationen und sichere so langfristig Arbeitsplätze nahe der Heimat. Für den, der konsequent am Ball bleibt, eröffnen sich insbesondere in Ostbayern weitere Möglichkeiten, da in den nächsten zehn Jahren mehrere Tausend Betriebe vor der Übergabe stehen würden.


Gleichzeitig spiele die duale Berufsausbildung eine wichtige Rolle in der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, die in Bayern im Dezember 2021 mit 2,9 % im Vergleich zu Ländern wie Griechenland oder Spanien weniger als ein Zehntel betrug. Dieses Bildungskonzept suche im internationalen Vergleich seinesgleichen, nicht zuletzt hinsichtlich der in vielen Ländern unüblichen Ausbildungsvergütung durch die Unternehmen. Aber damit nicht genug: Herr Dr. Haber betonte auch die soziale Komponente, die der Handwerksbetrieb im Laufe der Lehrzeit leistet: die Vermittlung von Teamgeist, Kommunikationsfähigkeit, Fleiß und Zuverlässigkeit ebenso wie der Einsatz für benachteiligte Jugendliche. „Aus Gesprächen mit Kollegen weiß ich, dass viele junge Menschen regelrecht „aufblühen“, sobald sie sich praktischen Tätigkeiten widmen können und dann erste Erfolge sehen.“


Doch was wird die Zukunft bringen, worauf sollten sich die Betriebe und auch die „Führungskräfte von morgen“ heute schon einstellen? Herr Dr. Haber zeigte sich besorgt ob des Fachkräftemangels, der sich im September 2021 mit 1.000 offenen Lehrstellen im Kammerbezirk niederschlug. Die Jugendlichen adäquat zu erreichen sei die große Herausforderung der Zukunft. Nur so wäre es möglich, die Lust auf die „Karriere mit Lehre“ zu wecken. Hier und auch im Tagesgeschäft werde die Digitalisierung immer wichtiger werden. „Mitmachen heißt, wettbewerbsfähig zu bleiben“, so der Appell an die Festgäste. Neue Märkte zu erschließen, bestehende Abläufe zu optimieren und damit auch die Fachkräfte zu entlasten. Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz unterstütze die Betriebe auf dem Weg zum „Handwerk 4.0“ durch Beratungen und ein umfassendes Schulungsangebot. Das neu errichtete Zentrum für digitale Gebäudetechnik in Schwandorf werde das ostbayerische Handwerk für die digitale Zukunft rüsten, doch im Netzausbau gäbe es vielerorts leider immer noch Handlungsbedarf.


„Wir sehen: das Handwerk ist abhängig von vielen Faktoren – von wirtschaftlichen wie politischen. Aber ganz besonders abhängig ist der Erfolg der Unternehmen von ihren Mitarbeitern“, so Haber. Dass der Handwerksmeister finanziell „locker mit Akademikern mithalten könne“ sei völlig zu Recht so. Gleichzeitig sei das Handwerk krisensicherer und keinen modischen Strömungen unterworfen wie viele Akademikerberufe. Doch Weiterbildung und Qualifizierung sei das Gebot der Stunde. „Sie liebe Gesellinnen und Gesellen, sind die Spezialisten von morgen. Deshalb freue ich mich besonders, Sie heute hier offiziell auszeichnen zu dürfen.“


Abschließend zogen die Gesellenvertreter Jennifer Petri und Daniel Holzknecht mit einem Augenzwinkern Bilanz: „Ja! Unsere Ausbildung war wirklich umfassend. Von ‚hol mal den 710er Deckel‘ über ‚füll mal die Blinkerflüssigkeit auf‘ bis hin zur Motoreninstandsetzung war alles dabei“. Gleichzeitig untermauerten sie die Ausführungen ihres Vorredners: „am Ende des Tages schauen wir auf unsere vollbrachte Arbeit, und sind stolz, dass wir „das“ mit unseren eigenen Händen und Fachkenntnissen erarbeitet haben.“ Es sei sicherlich nicht immer alles perfekt gelaufen, insbesondere in der Pandemie. Aber die Ausbildung hätte sie für den Alltag als Gesellen gewappnet und auch persönlich stärker gemacht, wofür sie den Lehrern, Gesellen, Altgesellen und Meistern herzlich dankten. In einem der wichtigsten Handwerksberufe einen so guten Abschluss abgelegt zu haben könne alle „Besten“ mit Stolz erfüllen. Und auch um die fortschreitende Digitalisierung müsse man sich nicht sorgen wenn man durch die Reihen blicke – wobei viele der anwesenden Ausbilder lächelnd zustimmten.


Höhepunkt des Festakts war die Verleihung der Urkunden für die Prüfungsbesten, die sich auch über eine Smartwatch freuen durften. 


Die „Top 30“ nach Prüfungsbezirken:


Bezirk Deggendorf, Kfz-Mechatroniker Fachrichtung Pkw-Technik

  • Oliver Loibl – AVP AUTOLAND GmbH & Co. KG, Deggendorf
    (+ Bildungsgutschein der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz)
  • Elias Kotlik – AVP AUTOLAND GmbH & Co. KG, Deggendorf
  • Valentina Edholzer – Michael Krammer, Schönberg
    Bezirk Deggendorf, Kfz-Mechatroniker Fachrichtung Nutzfahrzeugtechnik
  • Michael Bergmeier – Georg Hopf, Buch am Erlbach
  • Pascal Kroner – Hirschvogel GmbH & Co. KG, Regen
  • Julian Hankofer – Evo-Bus GmbH OMNIplus BusWorld Home Plattling


Bezirk Dingolfing, Kfz-Mechatroniker Fachrichtung Pkw-Technik

  • Marco Paul – Andreas Waas, Landau
  • Pablo Maier – Vögl GmbH & Co. Automobilvertriebs KG, Dingolfing
  • Samuel Rusch – Josef Schmerbeck, Landau 

 

Bezirk Dingolfing, Kfz-Mechatroniker Fachrichtung System- und Hochvolttechnik

  • Josef Obinger – Schreiner Wöllenstein GmbH & Co. KG, Ergolding
    (+ Bildungsgutschein der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz)
  • Ralf Rembeck – Erich Appinger, Haunersdorf
  • Daniel Büchner – Erich Appinger, Haunersdorf


Bezirk Dingolfing, Kfz-Mechatroniker Fachrichtung Karosserietechnik

  • Anton Fischer – Schreiner Wöllenstein GmbH & Co. KG, Ergolding
  • Lukas Weikl – Vögl GmbH & Co. Automobilvertriebs KG, Dingolfing 


Bezirk Landshut, Kfz-Mechatroniker Fachrichtung Pkw-Technik

  • Franziska Kaiser – Stangl KG, Ergolding
    (+ Bildungsgutschein der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz)
  •  Lukas Zormeier – Audi Zentrum Landshut – Zweigniederlassung der Hans Eichbichler GmbH & Co.KG, Landshut
  • Nikolas Haronska – Schreiner Wöllenstein GmbH & Co. KG, Ergolding 


Bezirk Passau, Kfz-Mechatroniker Fachrichtung Pkw-Technik

  • Ludwig Kronawitter – Auto Second Life Kronawitter GmbH & Co. KG, Untergriesbach
    (+ Bildungsgutschein der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz)
  • Stefan Bauer – Franz Bauer, Jandelsbrunn
  • Abdulgani Hammoud – Volkswagen Zentrum Passau Erich Röhr GmbH & Co. KG, Passau 

 

Bezirk Passau, Kfz-Mechatroniker Fachrichtung Nutzfahrzeugtechnik

  • Alexander Gratz – Berger Maschinentechnik GmbH, Vilshofen
  • Sarah Kasper – Verkehrsbetrieb Stadtwerke Passau GmbH, Passau
  • Niklas Raabe – Alfred Angerer GmbH, Windorf


Bezirk Pfarrkirchen, Kfz-Mechatroniker Fachrichtung Pkw-Technik

  • Leon Kreuzpointner – Schreiner Wöllenstein GmbH & Co. KG, Pfarrkirchen
  • Daniel Holzknecht – Wolfgang Wenig e.K., Pocking
  • Jennifer Petri – Gerhard Schuster GmbH, Ruhstorf 


Bezirk Straubing, Kfz-Mechatroniker Fachrichtung Pkw-Technik

  • David Phan – Seubert Autocenter GmbH, Straubing
  • Nick Marggraf – Rudi Dietl e.K., Feldkirchen
  • Tunahan Dogan – Sieber Automobile GmbH & Co. KG, Straubing 

 

Bezirk Straubing, Kfz-Mechatroniker Fachrichtung Motorrad

  • Patrick Pola – Auto-Leebmann GmbH, Passau


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